Wappen von Blickweiler

nach dem genehmigten Entwurf von Heinz Spies.

Unter silbernem Wellenschildhaupt, darin eine rote halbrunde Schale, in Rot 5 silberne, heraldische Rosen (3:2) mit goldenen Kelchblättern und 3 goldenen Butzen.

Die rote Keramikschale (Gefäßform II = Dragd. 37), die im Wellenschildhaupt des Wappens dargestellt ist - die wellenartige Begrenzung versinnbildlicht die Lage des Ortes an der Blies - deutet auf die Terrasigilatafabrikation der römischen Töpfer zu Blickweiler hin.

Das Gebiet an der mittleren und unteren Blies gehörte größtenteils zur Grafschaft Blieskastel, auch Blickweiler lag im Bereich dieser Herrschaft. Graf Heinrich von Blieskastel führte als Wappen einen roten Schild, darin wachsend eine silberne Rosenstaude mit 5 silbernen Rosen.

Die Gräfin von Elisabeth von Blieskastel gelangte in den Teilbesitz dieser Grafschaft, nachdem ihr Vater, Graf Heinrich von Blieskastel, gestorben war. Elisabeth stiftete in der Mitte des 13. Jahrhunderts das Kloster Gräfinthal und schenkte diesem als Ausstattung das Patronatsrecht an der Kirche und etwa 158 Morgen Land zu Blickweiler. Hier entstand nun zur Verwaltung der Schenkung der in späterer Zeit vielfach bezeugte Klosterhof.
Nach 1339 gehörte der Ort zum kurtrierischen Oberamt Blieskastel.

Die untere Schildhälfte des Gemeindewappens, in Rot 5 silberne Rosen, erinnert an die Zugehörigkeit zur Grafschaft Blieskastel und durch die Farbgestaltung rot-silber zugleich auch an die zeitweise Zugehörigkeit zu Kurtrier. Die Gemeindefarben sind Rot - Weiß.

Literaturnachweis: Blickweiler im Wandel der Zeit

Drucken