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Schulgeschichte

Auch von dem gewaltigen Blutzoll, den der Krieg forderte, blieb die Schule nicht verschont, denn im Laufe des Krieges fielen die Lehrer Morschett und Nowak, die vor Kriegsausbruch hier tätig waren. Auch das Schulgebäude litt Schaden. Im November 1944 wurde in der Schule ein Feldlazarett eingerichtet, das aber Anfang Dezember schon wieder verlegt wurde, weil mittlerweile der Ort sehr unter Artilleriebeschuss und unter den Angriffen der Jabos zu leiden hatte.

Dass aller Anfang schwer ist, wurde erneut offenbar, als der Unterricht nach Kriegsende in Blickweiler wieder aufgenommen werden sollte. Das geschah im Sommer 1945 unter der Leitung der Lehrerin (ab 1. April 1957 Oberlehrerin) Frau Rosa Spang. Als Lehrerin standen weiter zur Verfügung Fräulein lsabella Mayer und die Schulschwestern M. Florina - Kölsch und M. Abscondita - Lechner. Nach 4 Wochen allerdings wurde die Schule durch die Militärregierung wieder geschlossen. Endgültig begonnen werden sollte am 1. Oktober 1945. Weil das Schulhaus aber noch von französischen Besatzungstruppen belegt war, konnte tatsächlich erst am 10. Oktober begonnen werden. Zu dieser Zeit war Fräulein Mayer bereits aus dem Kollegium ausgeschieden und dafür kam Fräulein Auguste Bruch. Durch äußere Umstände bedingt. lief der Unterricht mehr schlecht als recht, denn es fehlte an Lehr- und Lernmitteln und vor allem an dem notwendigen Brennmaterial für die Heizung, so das über Winter der Unterricht sehr oft ausfallen musste.

Zu Beginn des Schuljahres 1946/47 erkrankte Schwester M. Florina schwer und starb am 27. Februar 1947. Da mittlerweile auch Schwester M. Abscondita nach Erbach versetzt worden war, kam am 24. Februar 1947 Schwester M. Ansgara - Post nach Blickweiler, wo sie noch im Alter von 67 Jahren ihren Dienst gewissenhaft verrichtete. Im selben Jahr gab es noch eine personelle Veränderung, weil der apl. Lehrer Johann Werny am 15. November seine erste Schulstelle in Blickweiler antrat. Am 10. Juni 1947 wurde ihm die Schulleitung übertragen. woran sieh bis zu seiner Pensionierung nichts geändert hat.

In den nächsten Jahren wurde ein neues Problem akut (das eigentlich schon 50 Jahre alt war), nämlich die Lehrerwohnung. Die alte Wohnung in der Bahnhofstraße war mittlerweile rund 150 Jahre alt und entsprach wirklich nicht mehr den an eine Lehrerwohnung zu stellenden Anforderungen. zumal von der damaligen Inhaberin der Wohnung, Frau Rosa Spang, auch noch Wohnraum abgetreten werden musste für Heimatvertriebene. Die Gemeinde entschloss sieh schließlich, das Problem von Grund auf zu lösen und eine neue Dienstwohnung für 2 Familien zu bauen. Um das Projekt finanzieren zu können, verkaufte die Gemeinde die alte Dienstwohnung mit dem alten Schulsaal, der mittlerweile zu Wohnzwecken hergerichtet war, anteilmäßig an Julius Haag, der nach entsprechendem Umbau einen Laden für Tabakwaren einrichtete und an Edgar Legrum, der den alten Schulsaal zu einem Möbelhaus umhaute. Mit dem Neubau der Lehrerwohnung wurde 1951 begonnen. Im November des darauffolgenden Jahres war sie bezugsfertig. Leider wurde auch hier wieder am falschen Ende gespart. denn die Wohnungen sind um wenigstens ein Zimmer zu klein und die vorgesehene Zentralheizung musste unter großen Schwierigkeiten später eingebaut werden.
 

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