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Schulgeschichte

Mittlerweile war vorauszusehen. dass in einigen Jahren die 1938 bezogene Schule zu klein werden musste, genauer gesagt, die zu erwartenden Schülerzahlen machten klar, dass spätestens ab 1962 die vorhandenen Säle nicht mehr ausreichten. Deshalb begann man schon 1960 mit Planung für eine Erweiterung um 2 Säle. Der Plan kam aber nicht recht zum Tragen, da eine Turnhalle mitgebaut werden sollte und man nicht recht wusste, wie man umbauen und vor allem, wo die Turnhalle hin sollte. Inzwischen ergaben die neu ermittelten Schülerzahlen, dass selbst eine Erweiterung um 2 Säle nicht ausreichen würde. Die Planung wurde also umgestellt auf insgesamt 8 Klassenräume und eine Turnhalle. Nun war die Standortfrage noch schwieriger zu lösen, zumal man bei einem Anbau zunächst hätte 2 Säle opfern müssen für ein Treppenhaus. Unter Abwägung aller Umstände entschloss sich deshalb die Gemeinde, eine neue Schule zu bauen. Das entsprechende Gebäude wurde erworben eine achtklassige Schule mit Turnhalle geplant. Aber auch das musste wieder geändert werden, weil man nun daran ging, Mittelpunktschulen zu konzipieren.

Da Blickweiler südlich von Blieskastel im Bliestal die größte Gemeinde ist und verkehrsmäßig sehr günstig liegt, wurde von der Gemeinde die neue Situation umgehend mit den zuständigen Stellen beim Kreisschulamt in St. Ingbert und beim Kultusministerium in Saarbrücken erörtert und dahingehend geklärt, dass Blickweiler eine Mittelpunktschule erhalten sollte. Dementsprechend musste die Planung erneut umgestellt werden, und nach kurzer Zeit lagen die Pläne für eine zwölfklassige Mittelpunktschule den zuständigen Stellen vor. Nach Genehmigung der Pläne sollte sofort mit dem Bau begonnen werden, sodass zum Schuljahresbeginn 1967/68 die neue Schule hätte zur Verfügung stehen können. zu dem Zeitpunkt also, mit dem im Saarland das neue Schuljahr erstmalig wieder im Herbst begann.

Durch all diese Umstände wurde aber mittlerweile die alte Schule zu klein. Deshalb wurde zu Ostern 1964 das Schülerbad mit dem dazugehörigen Umkleideraum zu einem Behelfsschulraum umgebaut, der im besten Falle eine Klasse mit 36 Kindern aufnehmen konnte. Der Saal wurde ansprechend hergerichtet und erfüllte seinen Zweck. Zu dieser Zeit wurden in Blickweiler in den Jahrgängen 1 - 7 immerhin 185 Kinder unterrichtet. Das sind 5 Klassen mit einer Klassenfrequenz von 37 Kindern (jetzige Richtzahl 33 Kinder). Nun war allerdings die Situation so, dass durch die Umstellung des Schuljahresbeginns auf den Herbst sich die Schülerzahl im Schuljahr 1966/67 auf 230 erhöhen musste. Das waren dann 6 Klassen, wofür aber keine Säle vorhanden waren.

Es war vorauszusehen, dass keine andere Wahl blieb als Wechselunterricht einzuführen mit all seinen Nachteilen für Kinder, Eltern und Lehrer. Das schien der Gemeindeverwaltung untragbar, und sie sann auf Abhilfe. Zunächst war an zwei bewegliche Schulsäle gedacht, die man auf dem Schulgelände bequem aufstellen und gegebenenfalls auch wieder abschlagen, unter Umständen sogar weiterverkaufen konnte. Es stellte sich aber bald heraus, dass zu deren Anschaffung ungefähr 120.000 DM hätten aufgebracht werden müssen. Das schien untragbar, und so kam der Gedanke auf, zwei Säle in fester Bauweise zu errichten, die nur die Hälfte der Mittel erforderten, und die später einmal der Gemeinde für andere Zwecke zur Verfügung stünden, zumal Blickweiler keinen geeigneten Gemeinschaftsraum hatte. Dabei spielte noch ein wichtiger Gesichtspunkt eine entscheidende Rolle. Bisher mussten die Schüler und Schülerinnen der Abschlussklasse (allgemein hier 9. Klasse genannt) nach Blieskastel fahren oder wurden an einen anderen ungeeigneten Ort geschickt, wenn Blieskastel nicht alle Kinder aufnehmen konnte. Diese Schwierigkeiten bestanden zu Ostern 1965 wieder. Deshalb erklärte sich das zuständige Kreisschulamt bereit, schon zu Ostern 1965 die beiden Abschlussklassen (Knaben und Mädchen) nach Blickweiler zu geben, wenn irgendwie eine Lösung gefunden würde, die Kinder unterzubringen. Da nun Blickweiler mit 25 Kindern den größten Teil dieser beiden Klassen stellte, war der Entschluss der Gemeinde verständlich, sofort mit dem Bau der zwei Ausweichsäle zu beginnen.
 

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